Nehmen

Mrz 12, 2013 von

Wie gut kann ich etwas nehmen? Mir selbst etwas nehmen, etwas einfordern? Gestehe ich es mir zu, nehmen zu dürfen? Wenn nein, warum nicht?

Wie gut kann ich etwas annehmen (z.B. Geschenke, Komplimente usw.)? In welchen Situationen fällt es mir schwer und warum?

Knüpfe ich mein Nehmen an Bedingungen? Muss ich etwas tun oder sein, um nehmen zu dürfen? Wenn ja, warum ist das so? Woher kommen diese Bedingungen?

Wer oder was hindert mich daran, etwas zu nehmen?

Wie viel darf ich überhaupt nehmen? Und wer bestimmt das?

Von wem darf ich etwas nehmen und von wem eher nicht?

Von wem will ich vielleicht gar nichts nehmen und warum nicht?

Wovon habe ich bisher zu wenig für mich genommen und warum ist das so? Was macht das mit mir? Wie kann ich es vielleicht ändern?

Wie kann ich besser für mich sorgen und mir selbst das nehmen, was ich brauche?  Und wie finde ich heraus, was das ist?

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7 Kommentare

  1. Gaby

    Hallo Tania!
    All das frage ich mich auch oft. Ich bin nur zum Geben erzogen worden und das werde ich einfach nicht los. Es erstaunt mich immer wieder, wie ähnlich unsere Probleme zu sein scheinen. Aber Du hast eine wunderbare Gabe, mit Deinen Ängsten umzugehen, sie in Worte zu fassen. ich schaue sehr gern in Deinen Blog. Liebe Grüße!

  2. Heidi

    liebe Tanja,
    in meiner ehrenamtlichen Arbeit geht es auch um das Nehmen, um das „sich das Leben nehmen“. Wir begleiten Menschen in Suizidgefahr und in anderen Lebenskrisen. Wir sind geschulte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Menschen auf der Suche nach einem Weg in ein lebenswerteres Leben begleiten. Ich bin auch Vorsitzende des Vereins in Stuttgart, und wir nennen uns „Arbeitskreis Leben“. Zu meinen wertvollen Erfahren zu diesem Thema und mit den vielen Menschen, die ich schon auf solchen Wegen begleitet habe, ist mein Gedicht entstanden, das ich Euch allen mit-teilen will:

    „Ich will mir das Leben nehmen

    Ich will mir das Leben nehmen – damit ich einmal sagen kann:
    ich habe mein Leben gelebt!

    Ich will reden, wo es für mich etwas zu sagen gibt

    Ich will lachen, wo die Freude überspringt.

    Ich will weinen, wo meine Tränen fließen möchten.

    Ich will schreien, wo ich nicht mehr still sein kann.

    Ich will still werden, wo nichts zu sagen ist.

    Ich will zornig sein, wenn ich Unrecht sehe.

    Ich will deutlich „Nein“ sagen, wenn ich „Nein“ meine.

    Ich will fühlen, wo ich berührt werde.

    Ich will berühren, und mich berühren lassen, wo ich
    zu fühlen wage.

    Ich will vertrauen, wo du mir die Hand reichst.

    und ich will Vertrauen schenken, derjenigen, die es
    von mir erbittet.

    Ich will Verantwortung übernehmen für dieses
    mein Leben.

    Und ich will all dies tun, auch wenn es meinem
    Nachbarn nicht gefällt.

    Und so will ich mir dieses Leben nehmen.

    Und ich will anstecken mit Leben.“

    alle Liebe – Heidi

    • Nele

      Liebe Heide,
      dein Text hat mich sehr berührt, und es ist eine Art Wegweiser. Bei mir ist es oft so, dass ich mich in mich zurückziehe. Verantwortung für sich und für sein Leben zu übernehmen das ist wirklich wichtig.
      Danke für diese sehr besinnlich Zeilen. Alles Liebe für dich und noch ein schönes Wochenende.
      Nele

  3. Renate

    Liebe Tanja, danke für die immer wieder berührenden Denkanstösse. Deine Fragen sind auch meine Fragen und die Antwort von Heidi, dieses wunderbare allumfassende Gedicht machen mich nachdenklich und geben mir Klarheit auf dem Weg zu mir. Wie schön zu merken, wo es schon fließt und wo es noch hakt. Danke Heidi für Deine Worte. Darf ich sie auch an meine Freunde weitergeben?
    Alles Liebe
    Renate

    • Heidi

      hallo Renate,
      klar darfst Du meine Gedanken und Worte weitergeben, das ist sogar wichtig so, das meine ich dann auch mit „anstecken“. Es gibt auch eine ansteckende Gesundheit.

      liebe Grüße – Heidi

  4. Sylvia

    Liebe Tanja,
    Liebe Heidi,

    die Eine stellt Fragen auf ihre Weise und die Andere gibt ein Statement auf ihre Weise.
    Sehr berührend. Vielen Dank.

    Lieben Gruß
    Sylvia

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