Verabschiedung

Feb 27, 2013 von

Leb wohl

Heute steht
meine Angst
vor mir,

nicht mehr
in mir, sondern
mir gegenüber.

Zart wirkt sie,
ein bisschen verloren,
dort auf der Schwelle.

Fast möchte ich sie
in den Arm nehmen,
zum Abschied.  

Tania Konnerth

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17 Kommentare

  1. Marion

    Hallo Tania,

    das,was du über die Angst schreibst,kann ich doppelt und dreifach unterstreichen.
    Manchmal denke ich,daß es meine Lebensaufgabe ist,mich immer wieder dieser Angst zu stellen,um sie dann endlich einmal ganz loslassen zu können.Ich freue mich sehr auf den Tag,an dem ich „meine Angst“ verabschieden darf….zu viel Zeit meines Lebens habe ich aussschließlich ihr gewidmet.

    Ein sonniges,lebensfrohes Wochenende wünscht Dir Marion

  2. Florinda

    Liebe Tanja! Manchmal denke ich, du kannst Gedanken lesen, meine Gedanken. Ich bin gerade dabei , meine Angst in verschiedenen Situationen zu verabschieden. Ich habe das „Kämpfen gegen“ aufgegeben, das habe ich jahrelang versucht. Abschied nehmen klingt doch so viel besser und stimmiger!

    Ich werde deine Gedanken zum Abschied von der Angst für mich aufschreiben und aufhängen!

    Liebe Grüße
    Florinda

  3. Klaus

    Liebe Tanja!
    Wie schon oft kann dein Weg zwischen Innen und Außen vorbildlich sein.
    Es ist spannend deinen Worten zu lauschen, den Bildern zu folgen.
    Zu der „Angst“ fällt mir immer ein Spruch (Filmtitel und afrik. Sprichwort) auf die Zunge: „Angst fressen Seele auf“

    Liebe Grüße!
    Klaus

  4. Rita

    DANKE,liebe Tania
    für die Texte und die wunderschönen Winterfotos,ich liebe Schnee,es wirkt dann alles so ruhig und friedlich
    Ich würde gerne den Text,die Gedanken über die Angst für meine Freundin ausdrucken,ist das erlaubt???
    Einen lieben Gruß Rita

  5. Liebe Tania!
    Herzlichen Dank für diesen Newsletter – und für alle anderen.
    Ja, das macht mir Mut und deine Worte gebe ich gerne weiter, auf FB und vor allem bei meinen Klienten. Deine Gedichte schreibe ich oft auf kleine Kärtchen und verschenke sie an Menschen, die mir begegnen. Und jedesmal freuen sich die Leute zweimal: Einmal über das unerwartete Geschenk und zum 2.Mal, wenn sie deine schönen Worte lesen und sich erkennen.
    Du bist eine wahre Bereicherung und Inspiration!
    DANKE und liebe Grüße
    Heike

  6. Heidi

    Ja, die Angst – wer kann da nicht ein trauriges Lied davon singen. Aber ist es nicht so, dass wir von Anbeginn unseres Lebens diese Angst eingebläut bekommen? Als Kleinkind von den Eltern, im Kindergarten, in der Angstanstalt Schule – und – und – und. In einer Welt wie der unseren braucht man Menschen, die Angst haben, damit sie so, wie sie ist, funktioniert. Es darf in dieser Welt keine starken und selbstbewußten Menschen geben, die sich wehren, die nicht alles mit sich machen lassen, die Dinge durchschauen. Und um sich davon zu befreien braucht es seine Zeit, oft auch eine bittere Zeit (ich spreche da auch von mir). Aber dann……. In der Zwischenzeit bin ich eine GroßeMutter, habe 3 Enkeltöchter und erlebe dadurch nochmals ganz vieles, was ich eigentlich schon kenne, neu. Und dabei spielt eine große Rolle, dass die Angst nicht mehr dominiert, und oft fast lächerlich wirkt. Und so kann ich sie wahrnehmen und lächelnd über die Schulter werfen. Und das macht saumäßig Spaß,und es macht frei. Und ich kann somit auch meinen Enkeltöchtern Mut machen für ihren und auf ihrem angstbesetzten Weg, als GroßeMutter kann ich ihnen liebevoll zeigen, was alles möglich ist. Manchmal ist es für sie fast peinlich, wie sich die “alte Oma” aufführt, und was die sich alles traut – und es ist gut so. Und so will ich auch allen Mut machen, diese Angst mal etwas genauer zu betrachten, wie lächerlich das manchmal ist, und dass man sich auch von ihr verabschieden darf.

    Euch allen viel Mut, Kraft und Freude daran – Heidi

    • Barbara Maier

      Hallo Heidi,
      Deine Zeilen lesen sich für mich, als wären Sie von mir geschrieben. Echt spannend.
      Auch ich bin Oma von 3 Enkeln und habe einen ähnlichen Angst-Weg hinter
      mir. Um so mehr genieße ich das Leben heute „ohne sie“,und fühle mich frei
      und leicht. Kein -was denken die anderen-, -darf ich das, -kann ich dies-,
      usw…… Ich bin wie ich bin und darf es sein.
      Mein Wunsch ist, dies so vielen Menschen wie möglich zu vermitteln.
      Durchlebte, überwundene Angst macht frei und stark für das Leben.

      Ich glaube aber, daß die jungen Menschen heute dabei sind das Leben ohne die vielen Ängste in Angriff zu nehmen. Unsere Aufgabe dabei ist es nun, sie zu unterstützen; ihnen Wärme, Halt und Freude zu vermitteln, damit sie starke Wurzeln entwickeln können.
      Alles Gute für Sie
      Barbara

      • Heidi

        Hallo Barbara,

        ich habe erst jetzt Deine Rückmeldung gelesen – ich freue mich über Deine Worte, es gibt da wirklich eine gewisse Verbundenheit, ich danke Dir.
        Was Du geschrieben hast von den jungen Leuten heute kann ich allerdings nicht ganz so sehen. Sie entwickeln auch Ängste, es sind vielleicht andere als bei unserer Generation, aber ich glaube, unsere gesellschaftlichen Strukturen lassen da nichts aus. Und um so wichtiger ist es, dass wir sie da auf ihrem Weg unterstützen, ihnen Vorbild sind, und ihnen Mut machen. Auch Dir dabei viel Freude und Ausdauer.

        Heidi

  7. Sabine

    Ich habe gerade das Bild einer uralten TV-Reklame für den Weichspüler Lenor (sorry, soll keine Schleichwerbung sein 😉 ) vor meinem inneren Auge …

    Ja, die personifizierte Angst zu verabschieden, vielleicht ist das ein Weg.

    Lieben Dank dafür 🙂

  8. Tania

    Herzlichen Dank Euch allen für Eure Rückmeldungen!

    @Rita: Ja klar, Du kannst den Text gerne ausdrucken für Deine Freundin.

    Tania

  9. Roswitha

    Roswitha
    2. März 2013

    Liebe Tania,

    vielen Dank für diese Zeilen. Gestern als ich den Text zum ersten Mal las, fühlte ich mich wie gelähmt.
    Viele Erinnerungen kamen hoch – Angst hat mich lange Zeit besetzt. Davon befreite ich mich – und habe mir etwas ganz Neues aufgebaut, dazu brauchte ich ganz viel Mut. Der Gegenpol meiner Angst ist Mut.
    Jetzt begleitet Angst mich als weise Frau und Ratgeberin und manchmal ist sie ein Narr! Es gab Phasen in meinem Leben, da war ich wie so viele andere Menschen auch die personifizierte Angst. Diese aufgesetzte Angst…. was sagen die Leute, schäm Dich… Angst, die alles kontrollierte, das durfte ich zurück lassen. Ein langer beschwerlicher Weg! Heute genieße ich Augenblicke unbändiger Freiheit und Lebensfreude. Die Angst gehört zu mir, sie ist ein Teil meiner Persönlichkeit, doch sie hat einen andern Platz bekommen.
    Angstfrei möchte ich nicht leben, denn sie beschützt mich auch – vielleicht auch vor Übermut!
    Liebe Grüße und alle guten Wünsche
    Roswitha

    • Tania

      Liebe Roswitha,

      schön das Bild vom „anderen Platz“ für die Angst.

      Ich wünsche Dir weiterhin ganz, ganz viele Momente dieser unbändigen Freiheit und Lebensfreude!
      Tania

  10. Helga Ötting

    Liebe Tanja,
    der Text des aktuellen Newsletters spricht mir aus der Seele, so sehr, dass er mich fast zu Tränen rührte. Besser ist es nicht auszudrücken und gut zu hören (lesen), dass andere Menschen genauso empfinden.
    Die Angst als ständigen Lebensbegleiter abzuschütteln, ist auch mein großer Wunsch, andererseits bewahrt sie uns auch vor mancher Dummheit.
    Lieben Dank für alle Texte, sie geben sehr viel!
    Helga

  11. Irene

    Liebe Tania,

    eine Freundin hat mir Deine Gedanken zur Angst weitergeleitet. Wie wahr sind sie, wie genau treffen sie auf mich zu, und nicht nur auf mich, sondern auf viele der Menschen, die ich liebe.
    Ich fühle mich angeschoben und ermutigt, genau das zu tun, wovor ich mich scheue. Um Erfolg zu haben oder auch zu scheitern, beides gut, beides lehrreich. Ich weiß, dass es sich lohnt; manchmal muss man es aber auch nochmal lesen oder hören, damit man es nicht vergisst.
    Besonders schön auch die Verabschiedung. Du zeigst, dass hier der Mensch steht, dort das Gefühl. Man soll sich nicht zu sehr von den Emotionen beeinflussen lassen. Sie sind da, kommen und gehen, berühren den eigenen Kern nur, sind aber nicht das Innere. Danke für dieses Bild.
    Liebe Grüße, Irene

  12. Tania

    Ganz herzlichen Dank, Irene, für Deine Zeilen, über die ich mich sehr freue.

    Alles Gute für Dich,
    Tania

  13. Liebe Tania, vielen Dank für Deinen ermutigenden und ach so wahren Text im Newsletter und das Gedicht. Ich gebe seit Jahren Kurse zu Themen wie Mut oder Stärkung des Selbstwertgefühls. Das, was Du schreibst, spiegelt exakt das wider, was ich in den Kursen bei mutigen Teilnehmern erlebe: Der Weg geht durch die Angst ins Glück. Schritt für Schritt. Immer wieder. Das bei anderen zu sehen, stärkt und ermutigt auch immer wieder mich selbst. Denn nur, weil ich viel über ein Thema weiß und Kurse dazu gebe, bedeutet das ja nicht, dass ich vor Rückschlägen, Hadern und Ängsten gefeit bin. Und so stärkt mich auch jeder gute Beitrag in diese Richtigung und lässt mich am Ball bleiben.

    Danke für das Teilen Deiner Gefühle und Erfahrungen. Herzlichst, Yvonne

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