Das Gute sehen

Sep 4, 2012 von

Ich habe einen wundervoll inspirierenden Film entdeckt, den ich gerne mit Ihnen teilen will: Celebrate whats right with the world (leider nur auf englisch).

National-Geographic-Fotograf Dewitt Jones nimmt uns hier mit auf eine Entdeckungsreise der besondern Art: Er zeigt uns seinen Fokus, sich immer zu fragen, was gerade richtig und gut ist in der Welt. Seine Worte, seine Art zu reden, sein Strahlen in den Augen, die Bilder und das große Ganze an diesem Film, all das hat mich vielfach zu Tränen gerührt, denn ja, genau das ist es, was auch mich immer schon am Fotografieren so fasziniert hat: dass ich damit Schönes entdecken und zeigen kann. Dass ich damit be- und verzaubern kann. Dass ich selbst staunen und andere Menschen staunen lassen kann.

Es geht in dem Film zwar ums Fotografieren, aber eigentlich um viel mehr: nicht mehr und nicht weniger als um das Leben selbst.

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13 Kommentare

  1. Danke Tania,

    der Film ist so gut, da werde ich seit langem mal wieder einen Beitrag auf meinem Job&Joy Blog daraus machen …

  2. Tina

    Danke Tania für den Tip! Übrigens ist die Facebook-Seite dazu auch sehr schön!
    Viele Grüße, TINA

  3. Marion Adebanjo

    Ich war sehr berührt von diesem Film,dem Autor und den wunderschönen Fotos…
    vielen Dank,liebe Tanja

    Liebe Grüße von Marion

  4. Joachim

    Film und Homepage haben mir überhaupt nicht gefallen, auch wenn ich die Grundeinstellung durchaus teile. Dieser Mann scheint aber noch nicht bemerkt zu haben, wie verzweifelt Greenpeace & Co um den Erhalt der allerletzten Naturbereiche dieser Erde kämpfen. Diverse Aufnahmen zeigen zudem Agrarwüsten, die mit Natur nicht mehr viel zu tun haben. Außerdem ist die Homepage ziemlich deutlich auf Kommerz ausgerichtet. Hallo, liebe Tanja, bitte aufwachen … :-))

    • Tania

      Hallo Joachim,

      erst hatte ich nur kurz geantwortet, aber ich merke, dass es mir wichtig genug ist, mir etwas mehr Zeit zu nehmen.

      In dem Film geht es um Fokus und bei Deinem Kommentar auch, meiner Ansicht nach, auch. Denn Dein Fokus scheint mir genau nicht der zu sein, der fragt, das gut an dieser Sache ist, sondern im Gegenteil.

      Zum einen habe ich keinen Cent für das Schauen das Films gezahlt, Du? „Kommerziell“ erscheint mir das nicht. Und was ist schlecht daran, wenn jemand mit einer Website Geld verdient? Du wirst doch auch einen Job haben, oder nicht? Es könnte vielleicht sogar sein, dass mit dem Geld, was mit der Website verdient wird, gute Projekte unterstützt werden…

      Und bist Du Dir sicher, dass wenn nur Fotos von „intakter Natur“ (sofern es sie denn noch gibt) gezeigt worden wären, Du dem Fotografen nicht genau vorgeworfen hättest, dass er die Welt verklärt darstellt?

      Was mir aber das Wichtigste ist: In dem Film geht es um die Erkenntnis, dass wir das Schöne erkennen müssen, um es überhaupt schützen zu wollen. Leute von Greenpeace haben verstanden, dass die Welt schützenswert ist und engagieren sich deshalb. Viele aber nehmen gar nicht wahr, wie wertvoll das alles um uns herum ist. Und wenn dieser Film auch nur einigen Menschen mehr zeigen kann, wie viel Schönes und damit Schützenswertes es gibt, ist es ein guter Film.

      Herzlich Grüße von
      Tania, die hellwach ist 🙂

      • Annemarie

        Oho! Jetzt bin ich aber gespannt, ob Joachim sich ein Statement abringen wird. Ich werte absichtlich nicht, obwohl ich es ganz gerne täte! Also Joch: trete hervor hinterm Vorhang des Schweigens! 😉

      • Joachim

        Hallo Tanja,
        ich habe mich in dem Film durchaus auch öfter selbst wiedergefunden, weil ich mich genauso an den kleinen Dingen erfreuen kann.

        Nur sehe ich die große Gefahr, dass so ein Film die Menschen einlullt und Ihnen vorgaukelt, dass die Welt doch so schön ist und alles in Ordnung ist. In Wirklichkeit frisst, säuft und feiert sich die Menschheit langsam ihrem Ende entgegnen und durch rücksichtlose Wirtschaftsinteressen werden die allerletzten Reste der Natur unwiederbringlich zerstört.

        Das Fotografieren schöner Dinge mag gut sein (ich habe auch zigtausende solcher Fotos), aber das hilft uns/der Menschheit keinen Deut weiter. Statt selbstverliebter Betrachtungsweise durch die rosarote Brille und intensiver Bemühungen um irgendwelche dubiosen Selbstfindungen im Ego-Trip hilft uns in Wirklichkeit nur soziales Engagement für die Natur und/oder für Mitmenschen. Das jedenfalls ist das Fazit meines nun schon länger andauernden und teilweise sehr bewegten Lebens.

        Und wenn wir uns anschließend zurücklehnen und uns an kleinen Dingen des Lebens erfreuen, dann geht das völlig in Ordnung und es wird noch sehr viel intensiver sein.

        Noch ein Wort zur Kommerzialisierung: Hier wird mit den Gefühlen der Menschen und der Vorspiegelung falscher Tatsachen Kasse gemacht. Das ist zwar legal, aber einigermaßen kritische Menschen sollten darauf nicht reinfallen.

        Diese Worte klingen zwar sehr hart (und in Wirklichkeit bin ich genau das Gegenteil), aber ich habe mir den Smalltalk abgewöhnt und wenn ich schon mal rede, dann versuche ich, Tachles zu reden. Aber wahrscheinlich bin ich genau deswegen hier auch im falschen Forum … 🙂

        Annemarie – reicht dieses Lüpfen des schweigenden Vorhangs …?

        Schöne Grüße und nix für ungut
        meint Joachim

        • Tania

          Hallo Joachim,

          ich freue mich, noch einmal von Dir zu lesen. Ein „Forum“ ist das hier ja nicht, sondern nur meine kleine bescheidene Seite, auf der ich Dinge teile, die ich teilenswert finde. 🙂

          Und ja, tatsächlich finde ich positive und hoffnungmachende Projekte teilenswert. Denn da scheinen wir die Sache wirklich komplett anders zu sehen: ich glaube, dass Hoffnung das ist, was der Menschheit hilft. Wir werden tagtäglich mit so vielen Meldungen zugeschüttet, die schocken, die Angst machen und die lähmen und die einem damit kaum noch Raum für Hoffnung lassen. Und genau damit wird aus meiner Sicht der Menschheit keinen Dienst getan, sondern es hinterlässt ein schreckliches Gefühl von Lähmung. Was wir aber brauchen ist Handlungsbereitschaft und vor allem sind es Handlungsoptionen, um etwas zu tun. Die finde ich nicht, wenn ich nur auf all das Schlimme schaue.

          „Tacheles“ ist wichtig, nur wer sagt denn, dass Dein Tacheles richtiger oder wahrer ist als der Tacheles einer anderen Person? Auch der Fotograf in den Film hat Tacheles geredet, nur eben einen anderen als Du für richtig hältst. 😉

          Sicher kann man die Welt schwarz-weiß sehen, aber inzwischen glaube ich für mich, dass sie bunt ist, kunterbunt – und das real wie auch in den vielen Ansichten und Vorgehensweisen, um etwas zu verändern.

          Herzlich,
          Tania

          • Joachim

            Hallo Tanja,
            Du hast ganz recht, die Welt ist kunterbunt und jeder kann auf seine Weise Tacheles reden. Ich erhebe jedenfalls keinerlei Anspruch auf eine absolute Wahrheit.
            Die von mir angeführten Ego-Trips wird fast jeder Mensch einmal durchmachen und auch ich habe das hinter mir. Über Jahrzehnte war der Psychotrainer Nikolaus Enkelmann mein großes Vorbild und u.a. durch seine positive Motivation „Erfolg durch Zielklarheit“ habe ich tatsächlich geschäftliche Erfolge erzielt. Aber dieses egozentrische Erfolgsdenken hat letztendlich doch nur eine Leere in mir hinterlassen.
            Nach dem Motto von Konstantin Wecker „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ habe ich einen wirklichen Sinn für mein Leben erst in dem erwähnten sozialen Engagement gefunden, meistens innerhalb eines Netzwerkes Gleichgesinnter.
            Manche Dinge mache ich aber auch ganz allein. So pflege ich z.B. seit vielen Jahren ein Moor, indem ich den Wasserstand reguliere und den unerwünschten Baum-Bewuchs regelmäßig entferne (eine sehr schweißtreibene Tätigkeit und fast nur bei Frost möglich). Diese Arbeit sieht normalerweise kein einziger Mensch und ich rede auch nur selten davon. Sie trägt aber dazu bei, dass ich mir abends im Spiegel einigermaßen zufrieden in die Augen sehen kann.

            Daher mein Fazit: Es reicht einfach nicht, den Menschen nur Hoffnung zu machen …

            So long
            Joachim

          • Tania

            Hallo Joachim,

            vielleicht fällt es Dir gar nicht auf, aber in allem, was Du schreibst, erhebst Du Dich über andere. Andere „schlafen“, sind zu kommerziell oder selbstverliebt, blicken nicht durch, betreiben nur Smalltalk und sind auf Ego-Trips…

            Klar kann man versuchen, durch Provokation andere zu erreichen, aber damit löst man oft vor allem eines aus: Abwehr. Deshalb noch dieser Gedanke von mir: Mein ganz persönlicher Ego-Trip bestand darin, dass ich glaubte, die Weisheit mit Löffeln gefressen und als einzige wirklich den Durchblick zu haben. Heute weiß ich immer weniger, was „richtig“ ist, aber ich erkenne immer mehr, dass auch andere Menschen über sich und das Leben nachdenken, dass sie manchmal viel mehr Lebenserfahrung haben als ich und dass es bereichernd sein kann, sich auf andere Gedanken und Ansätze als die eigenen einzulassen.

            Alles Gute für Dich,
            Tania

  5. Joachim

    Hallo Tanja,
    nun driften wir aber doch ziemlich weit auseinander. Denn auch Du betrachtest meines Äußerungen jetzt durch Deine ganz persönliche „Brille“ und projizierst ziemlich selbstsicher Eigenschaften in meine Person, die so gar nicht vorhanden sind. Das wäre dann auch schon eine Art des Sich-Erhebens über andere.

    Wahrscheinlich sind wir letzten Endes noch völlig anders gestrickt, als wir selbst uns sehen (wollen) und als andere uns sehen allemal.

    Schauen wir doch einfach mal, was für Jeden am Ende als Fazit bleibt. Spannend ist das Leben auf jeden Fall.

    Zum Abschluss noch ganz persönlich für Dich eines meiner Lieblingsgedichte von Ralf Rainer Reimann:

    ……………

    sich begrenzen
    im festhalten
    an gewohntem –

    sich befreien
    im aufgeben
    von begrenzendem –

    es gibt nichts
    was morgen
    nicht anders
    sein dürfte

    ……………

    Alles Gute wünscht Dir
    Joachim

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