Lebenslügen

Sep 14, 2012 von

Wie wichtig ist es mir, ehrlich zu sein – ehrlich zu mir selbst?

Wie ehrlich bin ich tatsächlich zu mir?

Wenn ich auf mein Leben schaue: Ist alles wirklich so, wie ich glaube oder könnte es auch anders sein?

Was wäre, wenn ich mir selbst etwas vormache? In Bezug auf mich oder auf meine Beziehungen oder auf meine Träume und Ziele? Was würde es bedeuten, dahin zu schauen und die Dinge klarer zu sehen?

Und noch etwas konkreter: In welchen Bereichen lebe ich kleine (oder auch große) Lügen? Wem mache ich z.B. etwas vor über mich und warum? Wo gebe ich mich anders als ich bin? In welchen Situationen verschweige ich Wichtiges oder rücke manches in ein anderes Licht? Mit welcher Motivation tue ich das? Was erhoffe ich mir und/oder was versuche ich dadurch zu verhindern? Wie sehen sie aus, meine kleinen (oder auch großen) Lebenslügen? Kann ich sie erkennen oder bleiben sie im Vagen? Rede ich sie mir vielleicht selbst schön? Könnte es sein, dass ich fürchte, sie nicht auszuhalten?

Was würde wohl passieren, wenn ich ab heute beschließe, immer ehrlicher mit mir selbst zu sein? Will ich das? Wie könnte ich das schaffen? Gibt jemanden, der mir helfen kann, mich selbst klarer zu sehen?

Und was könnte das für Konsequenzen haben, wenn ich tatsächlich ehrlicher zu mir selbst werde?

 

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2 Kommentare

  1. Sylvia

    Ja, das sind sehr interessante Fragen.
    Solange man sie sich nicht stellt, lebt es sich oft wesentlich ruhiger…..aber auch unehrlicher, oft unbefriedigend, eben unbewusst.
    Spannend und auch befreiend finde ich, dass ich, seit ich damit begonnen habe mir Fragen zu stellen, es immer weniger schaffe mich selbst zu belügen oder mir etwas vor zu machen.
    Und Konsequenzen hat es. Jeden Tag. Positiv wie negativ.
    Die oft propagierte Offenheit und Ehrlichkeit wird von der Umwelt leider meist nur sehr dosiert vertragen. Ich selbst musste mich auch erst langsam daran gewöhnen.
    Aber irgendwann wird auch das zur Gewohnheit und man kann und will nicht mehr anders.
    Natürlich belingt es nicht immer und nicht in allen Bereichen.

    Aber schließlich……Nobody is perfect:-)

  2. Wolf

    Wenn mich doch jeder (auch gedankliche) Schritt in meinem Leben zu dem Menschen machte der ich in diesem Moment bin, kann ich mit dem Begriff Lebenslüge nichts anfangen. Er ist ein Widerspruch in sich.

    Ehrlich? Also irgendwie etwas, was Ehre macht?

    Ehrlichkeit muss man sich zunächst einmal leisten können und sie könnte sodann die wünschende Herausforderung begründen, in der Nachbetrachtung einer jeden Lebenssituation vor sich selbst gut da zu stehen (Vermeidung des sog. schlechten Gewissens?).

    Was mache ich im Übrigen mit der Ehre, wenn meine Überlegungen (ich mag diesen Begriff nicht) zu dem Ergebnis führten, dass ich in einer vergangenen Situation zum Wohle meiner Mitmenschen und zu meinem eigenen Wohl handeln konnte / wollte / durfte (Punkte gesammelt / gutes Gewissen?).

    Nach welchen Maßstäben beurteilt die im eigenen Denken gebildete abwägende Instanz Ehrlichkeit zu sich selbst? Den erworbenen? Oder den unterstellten Maßstäben anderer Menschen, also einer der unzähligen Schablonen? Ein denkender Mensch kann doch – ein und dieselbe Sache betreffend – mehrere gedankliche Blickwinkel einnehmen?! Aber welcher davon ist der ehrlichste?

    Ehrlichkeit ist wohl auch so eine individuelle Angelegenheit, wie die sog. Wahrheit. So gesehen gibt’s genau so viele Ehrlichkeit(en) wie Wahrheit(en).

    Meinereiner hat sich derartige Gedanken lange abgewöhnt, denn: Wenn ich mich so verhalte, dass ich mein gelebtes Ebenbild aufrecht vor dem inneren Spiegel erblicke weil ich ehrlich gute Regeln befolgt habe, sitze ich zeitgleich in folgender Falle: Sobald ich (nach meinen Maßstäben) ehrlich zum Umfeld bin, fühlen sich zu viele Mitmenschen auf den Schlips getreten. Und das macht dann wieder alles andere als Ehre.

    Ein wenig habe ich den Eindruck, dass derartige Fragen nach Gedankenfärbung einen Teil ihres Ursprunges in der Suche nach Zufriedenheit haben.

    Hm … jetzt wird’s mir zu kompliziert; ging mir doch gerade durch den Kopf, dass … nein … besser ist es vielleicht so: Es gibt für alles die richtige Zeit im Leben, ganz bestimmt auch für die Ehrlichkeit, denn es ist vielleicht garnicht so einfach, ehrlich zu SEIN. „Reden ist Silber …“ vielleicht manchmal auch innerlich?!

    Schaue ich zurück, finde ich, dass so manche Färbung viele Dinge erst erträglich machten. Gibt es Lebenslügen überhaupt? Könnte die Forschung danach nicht auch ein inneres Signal von Unzufriedenheit oder Tatendrang sein, fragt sich

    der Wolf

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