Gefühle

Apr 21, 2012 von

Wie stehe ich zu meinen Gefühlen? Was bedeuten sie mir?

Kann ich meine Gefühle genießen oder sind sie mir lästig? Fühle ich gerne? Was genau fühle ich gern? Was lieber nicht? Auf welche Gefühle kann ich mich einlassen, auch wenn sie mir unheimlich sind? Welche Gefühle möchte ich auf jeden Fall vermeiden? Warum?

Wie nehme ich meine Gefühle wahr? Als Teil von mir oder als etwas, das von außen aktiviert wird und nicht steuerbar ist?

Wo fühle ich was?

Wem kann ich meine Gefühle zeigen? Mit wem kann ich sie teilen? Vor wem verstecke ich, was ich fühle und warum?

Wie reagiere ich auf die Gefühle anderer? Kann ich mit-fühlen oder grenze ich mich eher ab? Habe ich vielleicht Angst vor dem, was die Gefühle anderer bei mir auslösen? Warum?

Fühle ich genug? Oder vielleicht zu wenig?

 

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8 Kommentare

  1. Kennst Du das Lied von Xavier Naidoo, „Sie sieht mich einfach nicht“ vom Asterix und Obelix Soundtrack? Da geht es ja um einen, der gern die königliche Tochter anhimmelt, ihr aber aufgrund seines niedrigeren Standes niemals näher kommen kann.

    Noch schwerer kann es sein, sich selbst näher zu kommen, wenn man Tag um Tag, Woche um Woche, Monat um Monat, Jahr und Jahr, Jahrzehnt und Jahrzehnt keinen Kontakt mehr zu sich und seinen Gefühlen aufgenommen hat. Wenn sich der Geist als erhabener König fühlt, der mit dem Emotionspöbel nichts zu tun haben will (oder sich vor ihm fürchtet).

    Dann können Deine Fragen helfen. Und einen Stein der Festung nach dem anderen abtragen.

    LG

    myMONK

  2. Karin

    manchmal ist es eben auch schwierig, mit dem eigenen „emotionspöbel“ – hübsches wort 🙂 – umzugehen, sich nicht niederreissen zu lassen, in gefühlsfluten zu ertrinken, v.a. in fluten von angst,unsicherheit, bedürftigkeit, sehnsucht… da durchzutauchen ist nicht immer einfach und manchmal braucht es auch den erhabenen geist… oder hilfe von aussen… oder einfach geduld… und hoffnung… und glauben… und gute freunde 🙂

  3. Malzacher Heidi

    Ja, die Gefühle! Wir haben sie alle mitbekommen in unser Leben, als wertvolle Begleiter, aber wir lernen von klein auf: Gefühle zeigt man nicht!
    Ich habe hier für euch ein Gebet an die Engel der Gefühle, das ist von Anna Jäger (eine tolle Frau) – aus dem Buch „Kinder brauchen mehr als alles

    Ihr, meine Engel,
    in euch finde ich die Kraft und den Willen der göttlichen Energie,
    wenn ich mein Herz öffne für den nächsten Schritt.
    Ich richte mein Gebet an jeden Einzelnen von euch.
    Ihr seid zu viert und jeder von euch kann mich einen Schritt weiterbringen
    in meiner Entwicklung.

    Du, Engel der Freude,
    du bist mir der liebste von allen.
    Bei dir habe ich noch am ehesten gelernt, mein Herz zu öffnen.
    Du bist ein Gewollter.
    Doch wie oft nehme ich dich nicht wahr oder ich nehme dich wahr
    und öffne mein Herz nicht.
    Ich will dich erkennen und mich mit dir verbinden.
    Denn du bist der Engel, der Nähe, Begegnung, Beziehung
    und Zufriedenheit in mein Leben bringt.

    Du, Engel der Trauer,
    dich, so habe ich gelernt, sollte ich so wenig wie möglich erfahren müssen.
    Du bist ein Ignorierter.
    Wie oft sehe ich weg, wenn ich dir begegne, lenke mich ab von dir.
    Ich will dich erkennen und mich mit dir verbinden.
    Du bist der Engel, der die Fähigkeit mit sich bringt, mich von etwas Verlorenem zu verabschieden, etwas abzuschließen, zu beenden.

    Du, Engel der Angst,
    Dich, so meine ich, sollte ich als starke Frau, als starker Mann nicht mehr haben,
    Dich sollte ich überwinden.
    Du bist ein Totgeschwiegener.
    Wie oft nehme ich dich wahr und schaue gleichzeitig weg, weil ich meine,
    dass du mich schwächen könntest.
    Ich will dich erkennen und mich mit dir verbinden.
    Du bist der Engel, der die Fähigkeiten mit sich bringt zu überprüfen, zu hinterfragen, mich mit einer zukünftigen Bedrohung auseinander zu setzen.

    Du, Engel der Wut,
    dich, so spüre ich, sollte ich ablegen als reife, mündige Frau, als reifer mündiger Mann.
    Du bist ein Verstoßener.
    Oft kann ich deine Gegenwart gar nicht mehr spüren, und wenn ich dich erspüre, stoße ich dich beiseite oder verberge dich tief in meinem Inneren.
    Ich will dich erkennen und möchte mich mit dir verbinden.
    Du bist der Engel, der die Fähigkeit mit sich bringt, meine Umgebung mitzugestalten, du bist pure Energie zur Veränderung.

    Ihr, meine Engel,
    gebt mir die Kraft und den Willen, euch zu spüren und zu achten!
    Mit euch werde ich das Leben in Fülle haben.

    • Eva-Maria

      Danke dafür,das ist so wahr und Wunderschön,glg.Eva

      • Hallo liebe Heidi, gerne lasse ich Ihnen ein wenig von den Empfindungen, den Gefühlen und den Verlangen von Kindern zukommen, wie ich sie sehe, wenn sie schmerzvolle Tränen weinen.

        Die Tränen der Kinder

        In den Tränen eines jeden Kindes spiegel sich die Schmerzen und die Peinseiner verletzten Seele wieder. Doch wir Erwachsenen sehen oft nicht, was uns diese bitteren und bittenden Tränen
        zeigen und mitteilen möchten. Doch wer die Bilder in diesen Tränen
        sieht, der sieht welche Wünsche durch diese Tränen uns das Kind mitteilen möchte – wofür es aber dann meist keine Worte findet.
        So steht dann das Kind mit großen weinenden Augen vor uns und schaut uns hilfesuchend an. Doch wir Erwachsene sehen dieses
        Flehen in dem tränendurchfluteten Gesicht oft nicht mehr.

        Auch übersehen wir die kleine Hand, die sich uns entgegenstreckt und nach der helfenden Hand sucht, in die es seine kleine Hand vertrauensvoll legen darf, und die sich schützend um die kleine Hand des Kindes schließt. Diese Hand und diese Tränen wollen an einen Ort geführt werden, wo es nur noch Tränen des Lachens und der unendlichen Liebe gibt. Warum sehen und spüren wir oft – sehr oft – nicht mehr den Schmerz eines weinenden Kindes? Sind wir gegenüber unserer Kinder schon so kalt,so gefühlos geworden?

        Ich kann jetzt hier nicht den ganzen Text schreiben, doch sollten diese Worte schon zeigen, was Gefühle bedeuten.

        Liebe Grüße
        Alexander

        • Heidi

          Hallo Alexander,

          es ist leider so in unserer Gesellschaft und Gesellschaftspolitik, für die Kinder bleibt immer weniger Zeit und Aufmerksamkeit. Oft sehe ich Mütter mit Kinderwagen in der Bahn, das Kind weint oder ist ungeduldig, und die Mutter hat nur das handy vor Augen – ich finde das brutal. Oder erlebe ich oft, dass man schon kleine Kinder vor irgendwelche Glotzen setzt, um selbst im Internet zu surfen oder sonstige „wichtige“ Dinge zu tun. Und dann will man von Seiten der Finanz- und Wirtschaftspolitik die kleinsten der Kleinen schon in die Kita geben, damit die Mütter und Eltern genügend ranschaffen (und das nicht in erster Linie für die Familie, sondern für den kaputten Staat. Und die Familien meinen, sie müssten immer mehr Geld verdienen, um sich all den Schrott leisten zu können, den niemand braucht. Unsre Kinder werden von kleinauf manipuliert, sie werden abhängig gemacht von vielerlei Dingen, die sie krank machen. Und was tun wir gegen all das – nichts, denn es ist alles so bequem, und Verantwortung tragen ja nicht mal mehr die Leute in der Politik, also lassen wir es laufen – das Ergebnis werden wir erleben, bzw. teilweise erleben wir es ja schon jetzt. Irgendjemand wird man die Schuld schon zuweisen können.
          Ja, Alexander, ein Thema ohne Ende….. Ich bin auf jeden Fall froh darüber, dass ich viel Zeit mit meinen Enkelkindern verbringen kann und wir wertvolles Leben austauschen – das ist ein wunderbares Geschenk.

          liebe Grüße – Heidi

          • Liebe Heidi,

            hier nun der Rest meines Werkes.

            Nur wer selbst seine Tränen und auch Kinder liebt, der wird sehen was uns jede einzelne Träne eines jeden Kindes zeigen möchte und durch welch tiefe Täler der Traurigkeit, Sehnsüchte und dem Verlangen nach Liebe es gehen muss. Jedes weinende Kind geht einen langen Weg, der voller fast nicht zu überwindenden Hindernisse aus seelischen Schmerzen und voller Hoffnungslosigkeit ist. Aber auch dem Wunsch nach Erlösung dieser bitteren Pein hinterherläuft.
            Ohne Hilfe wird so dann aus dem kleinen Rinnsal ein Strom voller bitterer Tränen werden. Diese Tränen werden niemals in der Erde versickern, denn sie bilden ein Meer aus tausenden von Geschichten des Schmerzes, die nur Kinder sehen können. Niemals werden Erwachsene, die ohne Gefühle der Liebe zu Kindern sind, an diesen Geschichten teilhaben dürfen. Wir Erwachsene sind es, von dem das Kind sich wünscht, die Tränen getrocknet zu bekommen und auch Worte der Liebe und des Verstehens hören möchte. Auch möchte es in den Arm genommen werden, um seine Tränen mit dem „Großen Menschen“ teilen zu dürfen, so dass der „Große Mensch“ fühlt und versteht, was die Tränen sagen möchten.
            Diese Tränen sollen aber auch eindringen in die Seele des Erwachsenen.
            Wenn aus Kindern Erwachsene werden, sind sie dann oft nicht mehr in der Lage die Pein, den Schmerz, die Wünsche nach Freude des Lebens und des Lachens von anderen Kindern, die weinen, vernehmen zu können.
            Sie sind oft schon taub für kindliche Empfindungen, die zu oft in den Seelen der Kinder schmerzhaft brennen. Nur weinende Kinder sehen in die Seele anderer Kinder, die eine Zeit der Trauer, des Schmerzes und den bitteren Kampf durchleben müssen, den sie nicht haben wollen, den sie
            aber verlieren, wenn ihnen nicht geholfen wird, um so wieder Lebensfreude in das Kinderherz zu pflanzen. Jede Träne eines Kindes ist eine Träne zu viel im Leben dieses Kindes. Jede Träne des Lachens ist
            eine Träne die auf die Reise gehen soll, um dann die Tränen des Schmerzes, in Tränen der Freude des Kindes zu verwandeln.
            Oh wie sehr wünsche ich mir dann Tränen, tief aus meiner Seele, für jedes einzelne Kind zu haben, um den glühenden Schmerz, der durch die Tränen, die das Kind zu verbrennen droht, entsteht, kühlen zu können.
            Worte sind oft heilend, doch hier helfen
            sie nicht, um den tiefen Schmerz des
            weinenden Kindes in sich selbst aufnehmen
            zu können. Worte der Liebe und eine sanfte Berührung, um die vielen Tränen, die sich wie lange Stacheln in das Gesicht des Kindes stoßen, sind nun, was ich dem Kind
            schenken will, um es zu zeigen, es erleben
            zu lassen, dass es immer einen Menschen gibt, bei dem es sich ausweinen darf.
            Jedes Kind soll spüren, dass es so lange
            sich ausweinen darf, bis die Tränen
            versiegen und dann bald danach wieder ein Lächeln im Gesicht und in den Augen des Kindes zu sehen sind. So zeigt sich dann wieder ein Kind, das wieder zu einem Engel dieser Erde wird.
            Wenn ein Kind glaubt, es ist hier auf
            dieser Welt verloren, einsam und auch
            allein gelassen, so sag ihm: „Wenn du
            glaubst, es geht nimmer mehr, dann
            kommt von irgendwo auch für dich ein
            Lächeln her.“
            Und wenn du nun ein Kind siehst, dass
            „Bittere Tränen“ vergießt, dann lass es
            weinen, aber zeig ihm auch, dass es
            niemals mit seinem Schmerz – und sei er noch so klein – allein gelassen wird. Schenke und umarme es mit deiner Liebe und das weinende Gesicht verwandelt sich in ein Gesicht eines kleinen Engel – in einen lachenden Engel dieser Erde.
            Diese Erde braucht –
            MEHR lachende Kinder.

            Liebe Grüße
            Alexander

  4. Wolf

    findet, dass es eine große Herausforderung ist, mit dem Licht des Verstandes gangbare Pfade in den Welten der Gefühle zu entdecken.

    Mitunter helfen dann Bilder – diese haben allerdings sehr individuelle Bedeutungen. Im Gespräch mit Menschen, welche sich z. B. mit diesen wundervollen, etwas größeren Vierbeinern beschäftigen, würde ich beim Thema Gefühle die Bilder Pferd, aber auch Zügel in den Raum stellen.

    Ersetzt man im Eingangstext den Begriff Gefühle durch Pferde, verwandelt sich manche Frage in eine Antwort, denkt gerade

    der Wolf

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