Warum …

Sep 7, 2010 von

Es gibt eine schöne, kleine Schreibübung, die ich immer wieder gerne nutze und weitergebe. Und zwar ist das die Methode der Satzvervollständigungen.

Man nimmt sich einen beliebigen Satzanfang, schreibt den immer und immer wieder neu und vervollständigt ihn mit dem, was einem spontan in den Sinn kommt. Man kann mit dieser Methode hervorragend in das kommen, was man das „automatische Schreiben“ nennt. Gemeint ist damit, dass man nicht mehr bewusst schreibt, sondern es übernimmt etwas in einem und schreibt Dinge, von denen man gar nicht wusste, dass man sie schreiben will 😉

Ich kann nur herzlich anregen, es einmal selbst auszuprobieren! Wie wäre es mit dem Satzanfang „Ich schreibe,…“? Fürs Erste reichen zehn Minuten, Sie können aber natürlich auch jederzeit länger schreiben.

Wer wissen will, was bei mir herausgekommen ist, kann weiterlesen. Wer die Sache erst einmal selbst ausprobieren will, sollte sich jetzt gleich Stift und Papier nehmen und die Übung durchführen – und erst dann weiterlesen.

Hier also meine Satzvervollständigungen zum Satzanfang „Ich schreibe,…“

Ich schreibe, weil ich muss.

Ich schreibe, um mich auszudrücken.

Ich schreibe, um nicht zu platzen.

Ich schreibe, um etwas mitzuteilen.

Ich schreibe, um mich selbst kennen zu lernen.

Ich schreibe, weil es so viel zu schreiben gibt.

Ich schreibe, weil ich Worte liebe.

Ich schreibe, weil ich Geschichten liebe.

Ich schreibe, weil ich berühren will.

Ich schreibe, weil mich so viel berührt.

Ich schreibe, weil es mir Freude macht.

Ich schreibe, weil ich nicht anders kann.

Ich schreibe, weil es so viel zu schreiben gibt.

Ich schreibe, weil ich schreibe.

Ich schreibe, um zu zeigen.

Ich schreibe, um  zu sehen.

Ich schreibe, um zu erkennen.

Ich schreibe, um nachzudenken.

Ich schreibe, um meine Gedanken zu teilen.

Ich schreibe, damit auch andere schreiben.

Ich schreibe, weil ich Antworten suche.

Ich schreibe, weil ich Fragen habe.

Ich schreibe, weil es schön ist.

Ich schreibe, wenn ich Angst habe.

Ich schreibe, wenn ich fühle.

Ich schreibe, um zu fühlen.

Ich schreibe, wenn ich glücklich bin.

Ich schreibe in dunklen Stunden.

Ich schreibe über Menschen.

Ich schreibe für Menschen.

Ich schreibe, um Menschen zu erreichen.

Ich schreibe über das Leben.

Ich schreibe, um zu leben.

Ich schreibe, weil ich lebe.

Ich schreibe, solange ich lebe.

Ich schreibe.

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3 Kommentare

  1. Mertes Ute M.

    Liebe Tania,

    die Seite gefällt mir sehr gut. Auch ich laufe ständig mit dem Fotoapparat herum und schreibe – früher waren es Gedichte aus der Natur – heute sind es kleine Geschichten, die ich für die Enkelkinder schreibe, denn ich habe mittlerweile 6 allerliebste Enkelkinder und das macht riesigen Spaß. Ich brauche nicht einmal nachzudenken, die Geschichten kommen einfach so in meinen Kopf. Zur Zeit ist der Frosch Quacki dran mit seiner Erlebnisreise.

    Alles Liebe
    Ute

    ______________________

    Na, für so eine Leserschaft zu schreiben, ist natürlich besonders lohnend!
    Weiterhin viel Freude dabei,
    Tania

  2. Lillie

    Ich schreibe, weil Schreiben Selbstliebe ist.
    Ich schreibe, weil ich gerne mit mir selbst zusammen bin.
    Ich schreibe, weil ich dich liebe.

    …so, dass war mein Anfang. Ich glaube, ich sollte wirklich auch Schreiben lernen. 🙂
    Vielen Dank für diese Inspiration liebe Tania. 🙂

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