Wofür?

Apr 19, 2012 von

Eine Frage, die Mut erfordert, sie sich wirklich zu stellen:

 

Wofür lebe ich?

 

 

 

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20 Kommentare

  1. Sabine Börger

    Diese Frage finde ich genauso schwer,
    wie das Wort „Liebe“ zu leben.

    Alle Geschöpfe so sein zu lassen,
    wie sie sind und Liebe in jedem
    Geschöpf zu finden, das ist eine
    Lebenslernaufgabe.
    Ich bin eine Lernende.

    LG Sabine

  2. Wolf

    Ich habe letztens einen Gedanken aufgeschnappt, welcher die Beantwortung einer solchen Sinnfrage möglicherweise erleichtert:

    Es wird von verschiedenen Stellen kundgetan, der Mensch hätte eine Seele.
    Andersherum könnte man auch formulieren: Jede Seele hat einen Menschen …

    Ein solcher Blickwinkel ist mitunter hilfreich, meint

    der Wolf

    • Hallo Wolf,

      das ist ein schöner Gedanke.

      In jedem Fall bedarf es wirklich Mut, sich die Frage zu stellen. Dabei geht es meiner Meinung nach nicht einmal darum, sie final zu beantworten. Vielmehr können wir mit „Wofür lebe ich?“ überprüfen, ob wir auf dem richtigen Weg sind.

      Da fällt mir auch noch etwas ein, das ich mal gelesen habe (keine Ahnung mehr, von wem es kommt):

      Es geht nicht darum, zu erkennen, was 500 Meter vor uns im Nebel liegt, sondern das zu tun, was klar vor uns liegt.

      „Klar vor uns“ liegt jedoch nicht unbedingt der nächste Sprung auf der Karriereleiter, oder die nächstgrößere Karre, oder die abzutragende Hypothek, oder die Rente, für die wir nur noch 15 Jahre durchhalten müssen.

      Was wirklich vor uns liegt, können wir spüren, wenn uns der Antwort auf die „Wofür lebe ich?“-Frage nähern.

      LG

      myMONK

  3. Sabine

    Betrachte ich die Frage von meiner Profession als Biologin aus, könnte ich z.B. sagen:
    Das Leben lebt und reproduziert sich. Das Individuum ist Nebensache, soweit es sich erfolgreich angepasst reproduzieren kann.

    Als fühlendes und „Ich“ denkendes Individuum trachte ich nach einem, meinen Maßstäben gemäß, möglichst befriedigenden Leben.

  4. Klaus

    Liebe Tania,
    ich sehe die Fragestellung weniger als Mutprobe eher „spitzbübisch“ philosophisch.
    Wenn Du das Leben als „Geschenk“ (von Gott, der Natur oder den Eltern) wahrnimmst, wie oft bei der Geburt gesagt wird, dann suchen wir ja auch keinen Sinn oder Zweck in dem neuen Leben. Der Mensch, anders als die Tiere, kann sein Leben planen und dann stellt sich später eher die Frage. WIE lebe ich, WIE leben die anderen Lebewesen, WIE erlebe ich die anderen?
    Mir fiel bei dieser Diskussion ein Buchtitel ein: „Warum Vögel fliegen“. Der Autor W. Nachtigall schreibt im Vorwort: “ Ich beschreibe in diesem Buch WIE Vögel fliegen, aber der Verleger fand den Titel „WARUM Vögel fliegen“ besser.
    So verwirren wir uns manchmal mit der Art der Fragezeichen, oder?
    Besten Gruß 😉
    Klaus

  5. Martina

    Liebe Tanja,

    gibt es auf diese Frage eine allumfassende Antwort? Eher nicht. Wofür lebe ich? Vielleicht dafür, meine Ziele zu erreichen? Diese Ziele wechseln , wenn auch nicht in rasantem Tempo, je nach Lebensumständen. Ganz vorsichtig möchte ich sagen: „Ich lebe, um die täglichen Herausforderungen des Lebens in Würde anzunehmen, mich ihnen in dieser Art und Weise zu stellen und sie so zu bewältigen.“ Puuuh, wie klingt denn das? Aber eine andere Antwort finde ich nicht.

    Herzlichen Gruß

    Martina

  6. Tania

    Danke, für all Eure Kommentare und Gedanken. Ich habe keine Antwort auf die Frage, sondern trage sie selbst in diesen Tagen mit mir herum. Sie ist vielleicht wirklich nicht zu beantworten, aber sie ist vielleicht ein Wegweise?

    … und dass jede Seele einen Menschen hat, ist ja wirklich ein schöner Ansatz – danke fürs Teilen!
    Tania

    • Wolf

      zwinkert: Seitdem meinereiner aufgehört hat sich derartige Sinnfragen (davon gibt’s ’ne ganze Menge!), zu stellen, bekomme ich viel mehr Antworten darauf:

      Immer dann, wenn jemand zu mir sagt (oder mir zeigt): „Es ist gut, dass es Dich gibt …“

      LG vom

      Wolf

  7. wolfram

    You’re nobody til somebody loves you
    You’re nobody til somebody cares
    You may be king, you may possess the world and it’s gold
    But gold won’t bring you happiness when you’re growing old
    The world still is the same, you never change it
    As sure as the stars shine above
    You’re nobody til somebody loves you
    So find yourself somebody to love
    Dean Martin
    Ich glaube, das ganze Leben dreht sich nur um LIEBE.

    • Rolf

      Volltreffer.

    • Marion

      gefällt mir … denn wenn ich liebe und geliebt werde, scheinen alle Fragen beantwortet ;-))

      • Wolf

        schmunzelt: Ja Marion, und im Idealfall vereinen sich die Seele, die mich liebt und die Seele die ich liebe, sogar in der gleichen Person …

        Der Wolf 🙂

  8. Joachim

    Ein schönes Gedicht von Konstantin Wecker (auch als Song) hilft mir oft weiter:

    Jeder Augenblick ist ewig
    wenn du ihn zu nehmen weißt.
    Ist ein Vers der unaufhörlich
    Leben, Welt und Dasein preist.

    Alles wendet sich und endet
    und verliert sich in der Zeit.
    Nur der Augenblick ist immer.
    Gib dich hin und sei bereit!

    Wenn du stirbst, stirbt nur dein Werden.
    Gönn ihm keinen Blick zurück.
    In der Zeit muss alles sterben
    aber nichts im Augenblick.

    Viele schöne Augenblick wünscht Euch
    Joachim

  9. Malzacher Heidi

    Ich glaube, diese Frage beantworten zu können, hat wirklich auch etwas mit Lebensreife zu tun. Ich bin nun 65 Jahre alt, hatte mit 40 meine Lebenskrise, musste mich dann erst mal als Frau finden, und dann langsam konnte ich auch zu mir stehen, mich akzeptieren, meine Stärken finden, und diese auch zeigen und leben. Dann ging es immer wieder darum, Tabus zu brechen, die mich an meinem Leben hinderten. Dabei war und ist immer wichtig, dass ich ehrlich in meiner Wahrhaftigkeit lebe – und mit dieser Wahrhaftigkeit darf ich mir dann auch so einiges erlauben. Ich bin auch Mutter und stolze Großmutter von 3 Enkeltöchtern, die ich sehr liebe, und sie mich. Wir erleben sehr viel miteinander und das ist einfach bezaubernd und wunderschön. Ich denke, ich kann den Kindern so viel geben, mitgeben in ihr Leben, ich kann Vorbild sein. Als Großmutter kann ich mir die Zeit nehmen für die Kinder. Ich kann mit meiner Weisheit und Lebenserfahrung den Kindern ganz andere Dinge schenken, als das, was man als Mutter und Eltern zu geben hat. Und auch ich bekomme dadurch so vieles geschenkt. Dann ist da noch meine nicht mit Geld bezahlte Arbeit, Begleitung von Menschen in Selbsttötungsgefahr und anderen Lebenskrisen. Auch da kann ich viel von meiner in der Zwischenzeit reif gewordenen Mütterlichkeit weitergeben und versuchen, Menschen auf der Suche nach ihrem Lebenssinn zu unterstützen. Und so gibt es auch von mir eine Visitenkarte, wo als „Berufs“bezeichnung steht: Große Mutter. Da mag jetzt vielleicht manche sagen, so eine Überheblichkeit – aber genau das ist damit gemeint, dazu zu stehen, was man ist und gut kann – auch das muss und kann man lernen.
    Ja, das ist alles sehr viel wertvoller Lebenssinn, aber das braucht alles – auch oft eine schmerzliche – Reifezeit.

  10. Liebste Tania,

    die Frage „Wofür lebe ich“ ist aus der Sicht der Kirche so zu beantworten. Damit ich mir Pluspunke schaffe, um ja in das Himmelreich zu kommen? Da stellt sich doch für mich, immer wieder die Frage, wo denn das Himmelreich ist, in das ich dann hinkomme, sollte ich ausreichend „Sternchen“, wie einst die in meinen Schulheften, die mich für die höhere Schulklasse qualifizierten, gesammelt habe. Und dafür, wo der Himmel ist, stelle ich mir nicht dauerhaft das „Wofür“, um (m)einen Lebenssinn zu haben!

    Ja, ich gebe zu, dass ich mir hin und wieder, je nach Situation das „Wofür“ stelle. Meist aber, wenn ich in einm „Gedankentief“ bin. Ansonsten versuche ich zu leben wie es mir gefällt, und da stört mich dann der Gedanke nach dem „Wofür“ zu sehr. Diese Gedanken werden dann so, zu unnötigen Hürden werden. Und wer will schon weitere Hindernisse in seinem Leben haben, die man dann, noch zusätzlich zu überwinden hat? Davon gibt es schon genug, … von anderen aufgestellt.

    So also, stelle ich mir selten die Frage nach dem, „Wofür“ lebe ich“!

    Liebe Grüße
    Alex

  11. maren

    Hallo alle zusammen,
    erstmal danke Tanja für diese Seite, ich freue mich immer wieder auf die netten Gedichte, Gadanken und Kommentare von allen!!
    Wofür? ist eine schwierige Frage…habe ich mich früher als ich noch keine Mutter war oft gefragt! Heutzutage mein Sohn ist mittlerweile 8J. weiß ich das ganz genau und ich weiß jetzt, das ich mich dies, auch wenn er dann seine eigenen Wege geht nicht mehr Fragen werde…dann lebe ich und genieße die Zeit die ich für mich habe…denn man weiß nie wie lange man das noch kann, das zeigt mir mein Beruf jeden Tag wieder….lebe jeden Tag als wer es dein letzter….geht nicht immer, klar aber man sollte immer daran denken was wirklich wichtig ist und ob man immer hoch hinaus muss? Die kleine Dinge des Lebens sind ein wichtiger Punkt den man mehr genießen sollte, nicht immer besseres Haus,Job, Auto usw…Kinder, nette Freunde und Familie und vor allem Gesundheit..aber das merkt man erst wenn es zu spät ist!

    • Hallo liebe Maren,

      ich habe gelesen was du geschrieben hast und es ist wirklich sehr schön, dass dich dein Sohn, wohl schon vom Tag seiner Geburt an, in dir das Erlebnis „Gefühle“ erst richtig geweckt hat. Ja, Kinder sind immer der Schlüssel zu einer anderen Erlebniswelt. Hoffentlich einer fast immer anhaltenden positiven Erlebniswelt. Doch auch die Kinder geben, bzw. wecken nicht immer nur Gefühle der Freude, doch sind auch diese stets geweckte … Gefühle, oder? Etwas aber hat mich irritiert. Du schreibst, … „lebe jeden Tag als wäre es dein letzter Tag“. Warum dieser Gedanke? Warum einen Tag leben, als wäre es der letzte Tag? Warum nicht leben, als wenn man noch viele, sehr viele Tage hat? Macht es denn so den Tag, jeden Tag, denn nicht leichter? Unbeschwerter? Entspannter? Gibt einem der Gedanke: „Lebe deinen Tag“, den du begonnnen hast, wie den Tag der dein letzter Tag ist, nicht das unschöne Gefühl, dannach alles zu beenden, beendet zu haben? Und so seinen Liebesten eher den Eindruck, wenn auch ungewollt, vermittelt, dass dem gewünschten schönen Tag etwas Negatives mitgegeben wird?

      Maren, diese Worte sind meine Worte, entsanden aus dem was ich von dir gelesen habe. Jeder Mensch soll seine Tage leben dürfen wie er/sie sich wünscht, immer zum Wohle des Miteinanders. Und sei es für seinen kleinen Sohn.

      Gruß
      Alexander

  12. Spannende Frage. Ebenso spannende Kommentare.

    Auch ich habe oft nach dem „Wofür“ gefragt und frage es immer wieder. Derweil finde ich es ganz wunderbar so. Denn das ist Leben. So lange ich nach dem Wofür frage, bin ich lebendig und will. Und ich habe irgendwann aufgehört, nach einer endgültigen, den vollkommenen Sinn erschließenden Antwort zu suchen. Das Leben bewegt sich viel schneller, als wir hinterherzukommen vermögen.

    Daher lasse ich mich mehr ein, mich dabei aber nicht aus. Packe an und gestalte gern. Auch wenn es öfter mal anders kommt, als gedacht oder gehofft.

    Und ich frage sehr oft „Wofür“ bevor ich etwas tue oder zusage, auch bei den kleineren Alltagsangelegenheiten. Das gehört zu den Dingen, durch die ich bewusster und eigensinniger lebe.

    Beste Grüße, Yvonne

  13. Bettina Bäck

    Wofür lebe ich?

    „Jede Freude ist ein Wahrnehmen vom Sinn der Welt.“ (Hans Margolius)

    Um Ihret- oder Seinetwillen, hoffentlich 🙂

    lg, Bettina

  14. Ute M. Mertes

    Ich lebe um ganz Mensch zu sein. Gott möchte in mir in dieser meiner jetzigen „Form“ über die Erde gehn.

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