Verdient?

Feb 26, 2012 von

Bekomme ich, was ich verdiene? Habe ich verdient, was ich bekomme? Oder bekomme ich, was ich brauche? Was ich brauche, um mich weiter zu entwickeln und um lernen zu können? Und verdiene ich es nicht, mich entwickeln und lernen zu können?

Bekomme ich vielleicht auch das, was ich nicht verdiene, um zu lernen, für mich einzustehen und für mich zu sorgen? Um meine Grenzen zu erkennen, damit ich sie setzen kann? Um meine Fehler zu erkennen und meine Illusionen?

Und verliere ich das, von dem ich glaubte, dass es mir zusteht, weil ich loslassen lernen soll? Oder weil ich erkennen soll, dass ich etwas anderes brauche, um glücklich zu sein? Wird mir genommen, was mich am meisten schmerzt, damit ich über das, was ich zu sein glaube, hinauswachsen kann?

Bekomme und verliere ich, um frei zu werden?

 

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7 Kommentare

  1. S. Lemm

    Frei sein kann man doch nur, wenn man mit dem, das man bekommt oder verliert, lebt;
    die Zeit der Freude, die Zeit der Trauer und die Erkenntnis erlebt, dies hatte den Sinn, mich hierhin zu führen. Und das ist gut so.

  2. Wolf

    Eine Vorstellung:

    Ein erwachsener Mensch wandert durch das Leben.
    An einer Hand hält diese Person sein ca. 3-jähriges Kind, welches ihm von Herzen zugetan ist!
    Dieses Kind hält in seinem freien Händchen ein Mobiltelefon mit dem es erstaunlicherweise wunderbar umgehen kann.

    Der erwachsene Mensch hat Hunger und möchte im Restaurant ein Menu mit mehreren Gängen vorbestellen. Er kann das aber nur auf dem Umweg über das Kind, denn dieses gibt sein Mobiltelefon niemals aus der Hand.

    Das Restaurant ist dafür bekannt, dass es die wohlschmeckensten Speisen zubereiten kann, obwohl es ausschliesslich ungelernte Kräfte beschäftigt, welche derart schusselig sind, dass sie sich nur in Ausnahmefällen an alle Einzelheiten der Bestellung erinnern können, sobald die fernmündliche Verbindung beendet wurde.

    Wie kommt der hungernde Mensch dennoch an die gewünschte Nahrung?
    Wie verdient er sich in diesem Beispiel die perfekte Ausführung seiner Bestellung …

    Wolf

    • Anne

      Lösung:
      Kurze Überlegung was Dir und dem Kind wohl am besten schmecken würde – Zutaten einkaufen, gemeinsam kochen und ……. hmmmmmm wie so was gut schmeckt und jede Fremdbestimmtheit und jede Jammerei ist sofort vergessen! 😉 Du verdienst, dass Du selber für Dich sorgen lernst!

      • Wolf

        nickt: Ja Anne, das ist sicherlich eine Lösung, um in diesem Beispiel an genau die Mahlzeit zu kommen, die man sich vorgestellt hat. Man hat dann verdient einkaufen zu gehen und sich jeden Tag an den Herd zu stellen. Gibt es vielleicht aber auch weitere Möglichkeiten, die Erfüllung seiner Wünsche zu unterstützen; sich also etwas zu verdienen?

    • Wolf

      meint, der Text Vorstellung verdient einen Nachtrag:

      a) der erwachsene Mensch = die Wunschgedanken
      b) das 3-jährige Kind = das Unterbewusstsein
      c) das Restaurant = die Wunscherfüllungswerkstatt

  3. Anne

    Ja ……… das könnte ein Ansatz sein! Ähnliches ist mir manchmal in den Sinn gekommen, aber Du formulierst es treffend mit Worten.
    Ist es nicht beschämend, sich etwas verdienen zu müssen?
    Speziell in einer Partnerschaft, in einer Freundschaft ……. Mir gefällt auch nicht Geben & Nehmen. Vielmehr gefällt mir Fragen & Antworten, reflektieren, sich öffnen, sich verschenken, hinhören, anschauen, auf sich wirken lassen, verweilen, inne halten, vertrauen, sich zutrauen, eine Quelle der Lebendigkeit sein und werden, sprudeln, erfrischend sein, aufmuntern, annehmen, Beachtung schenken, wertschätzen und sich über alles Mögliche freuen, kommunizieren mit allen Sinnen …….

    Ist ja doch ein buntes, vielseitiges Völkchen hier auf Deiner Seite unterwegs, das sich nicht scheut, mal was von sich selber preis zu geben und damit die gemeinsame Gedankenwelt in alle Richtungen auszudehnen.

    Freude & Glück: R.M. Rilke hat darüber beeindruckende Zeilen geschrieben. Freude weist in die Zukunft, löst Aktivität aus, ist realisierbar, fließt aus einem selbst hervor …….. Glück bricht über uns herein, stagniert, hält fest, lähmt

    Ganz liebe Grüße an alle! Anne

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