Einsamkeit

Feb 19, 2012 von

„Einsamkeit kommt von innen und muss auch dort aufgelöst werden. Sie ist keine Strafe, sondern der Zeitpunkt im Leben, zu dem man sich selbst begegnet.“

Sabine Standenat

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16 Kommentare

  1. Tolles Zitat von S. Standenat, deren Buch über die Quantenheilung ich ja auch gelesen habe. Es gibt aber auch ein tolles Buch zum Thema Einsamkeit: „Einsamkeit überwinden mit der TALISUND Strategie“, das mir vor drei Jahren sehr weitergeholfen hat.

    LG Juliane

  2. Sabine

    Einsamkeit als Strafe?
    Dieser Zusammenhang hat sich mir noch nie ergeben. Auch jetzt fällt mir nur ein Gefangener ein, dem die physische Freizügigkeit, sich Gesellschaft zu suchen, zur Strafe genommen ist.

    Bedeutet die Erkenntnis der Einsamkeit nicht die Erkenntnis des im Ende in Gänze auf sich reduzierten Ichseins?

  3. Wolf

    Es geht hier wohl um die gefühlte Einsamkeit?!

    Vielleicht in der Weise, dass sich ein Mensch sogar inmitten vieler Menschen (also in Gesellschaft), sehr einsam fühlen kann?

    Wonach sehnt sich ein solcher Mensch – was würde ihr/ihm dieses Gefühl sofort(!) nehmen … fragt sich gerade der

    Wolf

  4. Martina

    Über den Begriff Einsamkeit können wir sicher diskutieren – ohne Ende. Für mich bedeutet es das nicht Vorhandensein einer mir verbundenen Seele. Allein bin ich ab und an und genieße das dann. Ist es doch mitunter sehr heilsam, sich nur mit sich selbst zu beschäftigen. Aber einsam? Einsam war ich noch nie. Und ich bin überzeugt, dass es mur ganz wenige wirklich einsame Menschen gibt. Natürlich fühlen wir uns oft allein gelassen. Aber wirklich einsam?

    • Wolf

      nickt zustimmend: Ebenso hatte auch ich es zuvor fragend gemeint, denn das Gefühl des Alleingelassenseins ist leicht herbeigedacht. Um wirkliche Einsamkeit zu erzielen, muss man sich doch sehr anstrengen …

      • susanne

        Da muss ich Dir mein Eindruck von der Einsamkeit mitteilen.
        Du schreibst um wirkliche Einsamkeit zu erzielen muss man sich doch sehr anstrengen; nein, das kann ich nicht bestätigen. Im Gegenteil immer habe ich versucht nicht einsam zu sein doch je schlimmer wurde es. Das erste schreckliche Gefühl der Einsamkeit
        war bei mir mit 6 Jahren, dann hab ich 44 Jahre gekämpft, doch wenn nicht einmal eine eigene Mutter anders ist. Oft komme ich mir heute noch vor wie ein Monster. Egal wo, im Job, im Nebenjob, zu Hause, bei Bekannten, niemand da der zuhört, erzählt, umarmt.
        Ja, das war meine andere Seite der Einsamkeit. susanne

        • Wolf

          Hallo Susanne,
          Du sprichst von dem Gefühl der Einsamkeit. Ich denke gerade darüber nach, ob ein derartiges Gefühl nicht ein Produkt ist, d. h. das Ergebnis eines – mehr oder weniger bewussten – gedanklichen Vorganges? Wäre ich selbst betroffen, würde ich beim nächsten unangenehmen Gefühl einmal kurz einen (inneren) Schritt zurückgehen und versuchen, sorgfältig zu prüfen, was (in diesem speziellen Moment) zu diesem Gefühl führte.
          In Deinem Beitrag ist mir etwas aufgefallen:
          Du hast verflixt lange versucht nicht einsam zu sein. Susanne, wenn Du diesen Satz in dieser Form denkst, hast Du Dir eine Falle gebaut:
          Unser Unterbewusstsein hat die Auffassungsgabe eines ca. 3 1/2-jährigen Kindes. Eltern wissen sehr gut, dass Kinder diesen Alters absolut nicht verstehen können, etwas nicht tun zu sollen. Sagt man sich (dem eigenen Unterbewusstsein) also gedanklich „ich möchte nicht einsam sein“ (und ist dabei auch noch sehr stark emotional berührt), wird das Unterbewusstsein alles dazu unternehmen Einsamkeit herzustellen, denn es hat verstanden „ich möchte einsam sein„!
          Versuche doch einmal, die gerade jetzt im Frühjahr erwachende Blumenpracht zu sehen; versuche Dir vorzustellen eine von ihnen zu sein und öffne Deine innere Tür (die scheinbar versehentlich zugefallen war), für Besuch.
          Und jetzt erlaube ich mir einfach mal, Dich (unbekannterweise) virtuell zu knuddeln!

          „Niemand da, der zuhört“ sagst Du???

          Lächle bitte mal … jetzt …!

          Der Wolf 😉

          • Susanne

            Hallo Wolf,

            dankeschön für Deine Antwort.
            Denke bin ein hoffnungsloser Fall. Eine Blume die welkt kann sich nicht mehr so öffnen. Irgendwo hat es seinen Grund.

            Und es ist schön zu wissen, es gibt solche menschen wie Dich. Doch eben in Büchern, im Web. In meinem Leben nicht mehr. Habe mich schon oft getraut es anders zu machen. Ist ok so.

            sanne

  5. Frizzi

    das ist für mich das alleinsein – einsamkeit ist für mich eher negativ behaftet. Wenn ich niemanden habe, der für mich da ist – das ist für mich einsamkeit. wenn ich mir jedoch selbst begegne, bin ich allein und kann mich ganz mir selbst widmen.

  6. Eva-Maria

    Liebe Tania,
    erstmal liebes Dankeschön für das so Wunderbare Gedicht“Wenn“das hat auch viel mit mir zu tun.
    Habe es mir notiert.
    Wieso gibt es immer noch so viele Menschen die es nicht haben können wenn ich über meine Sensibilität spreche,wie Intensiv ich alles Erlebe und auch schnell den Schmerz dadurch spüre und die Tränen rollen…..so wie Du schreibst,denke das ist das wahre Leben.Die anderen Leben also mehr oder weniger am Leben vorbei.
    Mit Einsamkeit hatte ich auch mal probleme,geniesse es inzwischen mit mir zu sein.
    Schönen Sonntag wünscht die Eva

    • Wolf

      durfte lernen, dass Sensibilität ein wirklich wundervolles Geschenk ist. Allerdings ist es mitunter sehr schwer zu tragen …

      In dem Zusammenhang fällt mir einer meiner Gedanken ein:

      „Wer in das Fernglas erhöhter Aufmerksamkeit schaut,
      darf sich mit sehr vielen Eindrücken auseinandersetzen.“

      Es winkt – lieb lächelnd – der

      Wolf 😉

  7. Martina

    Habe noch mal die ganzen Kommentare zum Thema durchgelesen, wobei mich Susannes Worte besonders berührten. Ach Susanne, auch Mütter sind nur Menschen. Ich habe meine Mutter, sie ruhe in Frieden, immer an meinen Vater erinnert, an einen Menschen, der sie misshandelt hat. Da hatte ich ein ganz schönes Päckchen zu tragen. Aber natürlich konnte ich die Frau nicht zwingen mütterliche Gefühle für mich zu empfinden, mich zu lieben und zu versorgen. Das war lange Zeit sehr schmerzhaft. War es ein Glücksfall, dass ich schon früh erkannte, dass sie die eigentlich Bedauernswerte war, dass die Ursachen für ihr nichtmütterliches Verhalten mir gegenüber ganz sicher nicht bei mir lagen? Die Schuld lag nicht bei mir! Diese Erkenntnis half mir loszulassen. Ich habe nichts mehr von ihr erwartet und das hat mir ungemein geholfen. Ich hätte dir noch Vieles zu sagen. das sprengt aber den Rahmen hier.
    Fühl dich einfach von mir in den Arm genommen und gehalten.
    Martina

    • susanne

      Liebe Martina,

      jetzt haben Deine Worte mich berührt, zu wissen, wie es bei Dir war. Leider war es für mich zu spät 50 Jahre prägen zu sehr. Auch wenn ich nichts mehr von ihr erwarte steht ihr „Erbe“ hinter mir. Wenn ich manchmal was tu, höre ich noch ihre Worte usw. und immer wieder sehe ich das kleine Rotkäppchen das zum Fasching möchte mit der Mutter doch sie lässt es einfach stehn. Das Mädchen mit 12 das zu viele Pillen nahm, von der Mutter ignoriert, gerade noch herausgeholt von einer Klassenkameradin oder die ältere Frau von gestern die einen Tag vorher erfahren hat, dass sie wahrscheinlich zu früh Demenz bekommt und vielleicht nur noch ca. 3 Jahre im Hier ist. Das möchte man seiner Mutter sagen, doch die will es nicht hören und ich war all die Jahre zu dumm jemanden zu finden der mir zuhören konnte. Was war da der Fehler Martina?
      Liebe Martina, vielen Dank für Deine Antwort und Deine Umarmung. sanne

      • Martina

        Liebe Susanne,

        wir machen keine Fehler, wir machen Erfahrungen. Auch manch bittere, frustrierende, manchmal auch nur verwirrende. Wenn deine Mutter nicht hören will, was du zu sagen hast, dann ist das zumindest nicht höflich. Aber es ist ihr gutes Recht zu entscheiden, dass sie nicht zur Kenntnis nehmen möchte, was du ihr zu sagen hast. Es ist nicht so sinnvoll einer Fremden aus der Entfernung zu raten. Würde ich dich persönlich kennen,wäre mit dir vertraut, dann würde ich sagen: Geht zu einem begleiteten Gespräch. Mediator, Psychotherapeut, und, und, und. Wenn die Mauern sich über so viele Jahre aufbauen, dann ist Mensch meistens nicht mehr in der Lage, von sich aus einen Schritt zurück zu gehen und von Außen auf die Situation zu blicken.
        Die Erfahrung, dass uns unser Gegenüber nicht versteht, machen wir alle. Mal sind es die Eltern, mitunter der Partner oder andere Menschen, an denen uns viel liegt.Das kann passieren. Glaube mir, das kenne auch ich, und sicher nicht nur ich, zur Genüge. Aber es gibt immer einen Menschen, mit dem man die gleiche Sprache spricht. Den muss man dann selbst wahrnehmen und das auch wollen. Umarmung und liebe Grüße
        Martina

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