Ich bin

Nov 21, 2011 von

Ich bin Welten

und Ozeane

und Himmel

und Erde

und Sterne

und das All

und das Leben

und alles

und nichts

und für immer

und nie

und ich bin ich

und auch nicht.

Tania Konnerth

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10 Kommentare

  1. BIN ICH?

    Für dich bin ich mutig,
    sagst du – ich kann es nicht nachvollziehen

    für ihn bin ich ganz besonders,
    grenzenlose Begeisterung – seine Empfindung erreicht mich nicht

    für sie rede ich zu viel,
    hilfloses Schweigen – künstliche Pausen als mein Maß für sie

    für manchen bin ich arrogant,
    heimliche Ablehnung – von mir erfühlt

    für uns leiste ich viel,
    wohlwollende Anerkennung – mein Labsal

    für euch frage ich zu viel,
    eure verärgerte Miene – meine Auslegung

    für andere bin ich Kamerad,
    Treue und Verläßlichkeit – oft stoße ich an meine Grenzen

    für manche bin ich Vorbild
    ihr Bild von mir – Wunschvorstellung von Stärke

    für viele bin ich sichtbar,
    viele Ansichten – ist auch nur eine passende dabei

    für alle bin ich etwas
    für jeden etwas anderes
    für mich bin ich ratlos

    bin ich, was andere von mir erwarten?
    bin ich, was andere in mir sehen?
    bin ich, was von ihnen bei mir ankommt?

    mein Selbstverständnis nur ein Widerhall ihrer Empfängnis?
    meine Wahrnehmung nur doppelt gespiegelte Wirklichkeit?
    mein Handeln nur vorauseilender Gehorsam?

    bin ich nicht immer dieselbe?

    Im Spannungsfeld zwischen Begeisterung und Ablehnung zerreißt meine Welt.

    © dru
    10.10.04

    • Helen Michel

      Auch das sind genau die Zeilen, wonach man doch immer wieder sucht, wo stehe ich, wie wirke ich auf andere, dass es nicht für alle dasselbe ist, wird hier genau beschrieben. Vielen Dank

  2. Wenn ich in mir selbst ruhe, mich selbst mag und in Ordnung finde – dann kann ich über Anspruch und Ablehnung von außen stehen.

    Doch diese Sicherheit, in der ich froh sagen kann: ich bin ich – die habe ich nur manchmal.

    Viele Grüße
    Lucia

    • Helen Michel

      Vielen Dank für diese Worte, denn sie treffen genau ins schwarze, aber zu dieser Einsicht bin ich leider erst, seit ich das 50. alterjahr erreicht hatte gekommen. Alles zu seiner Zeit.

      Viele Grüsse
      Helen

  3. Anne

    Wer bin ich?

    Im Spiegel verloren, am Schweigen zerschellt.
    Im Dunklen vorantastend, von der Sonne geblendet
    und gewärmt zugleich.
    Ratlos manchmal, manchmal wissend.
    Von Reaktionen verwundert!
    Von Antworten verletzt! Vom Nichtantworten noch mehr!
    Abwarten, schweigen vielleicht.
    Es lässt sich wenig erwarten und erbetteln schon gar nicht.

    Was geht in dir vor? Wenn du unsere Wechselstube von
    einem Tag auf den anderen für dich allein schließt
    und mich im Ungewissen lässt? Ich reagiere, agiere, aber
    gegen eine Wand, in das Leere. Schließlich trenne ich mich
    von allem Gemeinsamen, lasse los, mich fallen, erkenne das
    Doppelzüngige, dahinter die Empfindsamkeit, die nur dir
    allein gewidmet ist. Gerade noch Spuren hast du
    hinterlassen, Erinnerungen. Das Gesagte, das Geschriebene,
    das Gemeinsame haben an Wertigkeit verloren im Verrat.

    Wie eine Puppe bin ich ins Eck geworfen. Doch ich bin und
    lerne – zu trauern, zu lachen, zuversichtlich zu sein, das
    Leben, seine Buntheit, seine Vielfalt, die Möglichkeiten,
    meine Talente, die Unendlichkeit, die Begegnungen zu lieben.

  4. ich denke – also bin ich ?

    erwachte ich aus einem Traum doch verwundert – schien es mir doch Realität im Traum
    dachte ich an jene welche im Koma liegen – träumen sie, denken Sie – sind sie ?
    ein Hirn nur blieb, einsam im Behälter der Nährstoffe, losgelöst vom Körper
    träumte es .. denkt es .. lebt real in einer Scheinwelt .. Traumwelt – ist es meint es zu sein ?
    ich denke also bin ich – nur .. wo .. wie .. und wer ?
    alles Realität scheint es zu sein ?
    kannst Du mir sagen .. wo ich stehe – wo ich bin ?

    und Du nennst Fakten .. erklärst .. versuchst zu überzeugen
    ich höre Dir zu – Dir ??

    bist Du nicht Bestandteil meines Traumes ?
    oder bin ich Bestand Deiner “ Realität “ ?
    Gruß ich ……. ich ????

  5. Frizzi

    Ich bin…

    Zufriedenheit und auch einmal Groll
    Und Trösten zu können
    Das find ich toll.

    Mal Unverständnis und dann wieder Mut
    Zuhören zu können
    Das find ich gut.

    Entschlussfreudig und auch verbindlich zu sein
    Und auch mal zu weinen
    Das find ich fein

    Dies alles ist auch nur ein Ausschnitt von mir
    Und all meine Seiten die passen nicht hier
    Doch eines lieb ich von all meinen Sachen
    Ich kann über mich selbst immer wieder mal lachen.

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