Was das Leben ist

Mrz 1, 2011 von

Eines Tages beschloss das Leben, eine Umfrage zu machen. Es wollte von allen nur eine Frage beantwortet haben: „Was ist das Leben?“

Die Kuh antwortete: „Das Leben ist grün.“

Die Eule antwortete: „Das Leben ist Nacht.“

Die Lerche antwortete: „Das Leben ist ein blauer Himmel.“

Der Schmetterling antwortete: „Das Leben ist Veränderung.“

Die Sonne antwortete: „Das Leben ist Energie.“

Das Wasser antwortete: „Das Leben ist Fließen.“

Die Steine antworteten: „Das Leben ist fest und beharrlich.“

Der Friedhofswächter antwortete: „Das Leben ist der Anfang vom Ende.“

Und so ging es immer weiter und das Leben sammelte unzählige Antworten, von denen keine der anderen glich.

Am Ende kamen alle Befragten zusammen und stellten nun dem Leben die Frage: „Was bist du nun?“

Da antwortete das Leben: „All das zusammen und noch viel mehr.“

Von Tania Konnerth
aus ihrem Buch „Aus der Schatzkiste des Lebens“

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4 Kommentare

  1. Eva

    Wie wahr, so schön!

  2. Hendrik

    Facettenreich wie eine wunderbare Reise.

  3. Saskia

    Man kann sich vielleicht darauf verständigen: Jeder definiert den Begriff „Le-ben“ anders:

    Der eine betrachtet (eigenen) Nachwuchs als „Leben“ (da immer etwas los ist), der andere begreift „Freiheit“ (Ungebundenheit) für sich als Leben.

    Für mich ist das Leben oftmals eine große Wundertüte – man weiss nie (sicher), was einen erwartet.

    Manchmal kann man es haben, dass man sich nur widerwillig auf etwas einlässt (z. B. eigentlich ist man gar nicht in der Stimmung unter die Leute zu gehen.

    Doch dann folgt man doch der ausgesprochenen Einladung – und es wird – wider Er-warten- doch noch ein schöner Abend. Vielleicht trifft man dabei noch weitere interessante Leute, mit denen das Gespräch einem ein ungeahntes „Input“ bringt und das (eigene) Leben in völlig neue „Bahnen“ lenkt!

    So wäre man vielleicht mit „Magen-Grummeln“ ins Bett gegangen – nun nimmt man die (miterhaltene) „Helle“ in seinen Alltag mit und kann dem Feedback folgen.

    Oder man muss einen (eigentlich: sehr wichtigen) Weg erledigen, und „bleibt“ z. B. bei einem Menschen „hängen“ (weil man sich mit ihm/ ihr „festquatscht“) und vergisst darüber vielleicht seinen Ärger, der zunächst den Alltag bestimmt hat und um dessen Erledigung es eigentlich gegangen ist.

    Manche definieren „Leben“ als „bestimmte Weisen des Seins“.

    Im „grauen“ Arbeits-Alltag haben sie Führungsverantwortung für x Mitarbeiter und unterliegen strengen Reglements. Doch in ihrer Freizeit z. B. treten sie im Kinder-Hospiz als Clown auf, führen Zaubertricks vor, in welche sie die Ster-benskranken mit-„einbinden“ oder amüsieren sie so, dass sie für einen Moment ih-re Krankheit vergessen und er ihrem Rest-Leben etwas wie emotionale „Sonne“ ge-ben. Das ist dann deren Ausgleich!

    Oder wenn man Drag Queens/ Transvestiten erlebt (z. B. Olivia Jones), deren öf-fentliches Auftreten mit derem Privatleben nichts gemein hat.

    Wieder andere betrachten bestimmte „Wende-Punkte“ als neues Leben, z. B. wenn sie gerade so eben nochmal mit heiler Haut vorbeigekommen sind.

    Z. B. war mein erstes Leben überwiegend von Krankheit geprägt. In diesem gab es Phasen, in denen mein Durchkommen mehr als fraglich war. Ich war dem Tod näher als dem Leben.

    Nach meinem ersten operativen Eingriff -der Mitralklappen-Op- hat für mich ein neues Leben mit einer deutlich größeren Lebensqualität begonnen.

    Ganz nebenbei suche ich ein Buch aus dem Bastei-Lübbe-Verlag, was in der Lese-reihe „Erfahrungen“ erschienen ist. Mir war, dass der fragliche Titel „Gelebte Erinnerung“ lautete.

    Konkret geht es darum, dass eine Frau in eine Gegend kommt, die sie definitiv nicht kennen kann (da dort nicht aufgewachsen), dennoch Gegenden/ Räumlichkei-ten benennen/ nachmalen kann, welche sie eigentlich gar nicht kennen kann.

    Man muss sich das in etwas so vorstellen: Man ist z. B. in Rom und war noch nie da: So hat man da nie Urlaub gemacht, weder Familie, noch Freunde da wohnen, keine Seminare oder dergl. besucht.

    Trotzdem sagt man: Hier von der Spanischen Treppe aus, dritte Straße rechts auf der linken Seit ist ein Waisenhaus.

    Nun kommt man hin: Das Waisenhaus gibt es vielleicht nicht mehr, ist an die Stadt Rom übergegangen und beherbergt jetzt eine Behörde. Aber eine Tafel am Gebäude gibt über dessen ursprüngliche Nutzung Auskunft.

    Der Clou bei der Frau ist, dass sie sogar ihre „erste“ Familie (welche sie durch ihren Tod verlassen hatte) wiederfindet!

    Vielleicht hat ja jemand das Buch und kann mir den genauen Titel/ Autorenname nennen. Ansonsten kaufe ich es auch dem-/derjenigen gerne ab!

    • Tania

      Hallo Saskia,

      das tut mir leid, aber den Titel kenne ich leider nicht. Vielleicht meldet sich ja jemand!

      Herzlich,
      Tania

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