Substanz…

Jun 22, 2011 von

Je mehr ich mich am literarischen Schreiben versuche, desto mehr geht das an meine Substanz. Das meine ich nicht so negativ, wie dieser Ausdruck oft verwendet wird, sondern ich glaube, das trifft einfach genau, was in mir vorgeht. Ich habe das Gefühl, wirklich etwas einbringen zu müssen, um mit meinem Schreiben dahin zu kommen, wo ich hin will, etwas Wesentliches. Einen wesentlichen Teil. Einen Wesensteil. Dass ich in die Tiefe muss und darüber hinaus. Dass ich mich öffnen muss. Dass ich mich ganz einbringen und dann selbst loslassen muss.

Aber wo will ich eigentlich hin? Auch wieder in die Substanz, oder nicht?

In der Philosophie beschreibt Substanz das wesentliche Seiende. Und ja, das klingt richtig und fühlt sich richtig an. Darum geht es mir, das will ich erforschen, da will ich hin. Und ich möchte, dass meine Texte Substanz haben, im Sinn von Gehalt. Gehaltvoll. Sie sollen wesentlich sein und Wesentliches vermitteln.

Wenn nur ein kleiner Teil, von dem, was ich einbringe, beim Lesen wieder schwingt, werde ich zufrieden sein.

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