Mauern

Jan 24, 2012 von

Manchmal stehen Mauern zwischen uns und anderen. An manchen Mauern bauen wir gemeinsam, andere Mauern werden von unserem Gegenüber errichtet und wieder andere stellen wir selbst auf. Mauern trennen uns und schaffen Abstand. Sie markieren Grenzen. Manche dieser Mauern sind für unser Überleben notwendig, manche schneiden uns aber auch schmerzlich von etwas ab. Manche Mauern bauen wir aus Gewohnheit oder Gedankenlosigkeit, manche aus purer Not.

Hin und wieder ist es gut, solche Mauern zu prüfen: Brauchen wir sie noch? Bieten sie uns wirklich den erhofften Schutz oder ist der Preis, den wir für sie bezahlen, zu groß ?Macht es Sinn, sie einzureißen? Kann man vielleicht an ihnen entlanglaufen, bis man ans Ende kommt und dort um die Ecke schauen kann?  Oder müssen wir uns erst abwenden von der Mauer, um unseren Blick für anderes zu öffnen? Manch’ eine Mauer zerfällt auch einfach von allein über die Zeit.

Es ist gut zu wissen: Selbst die höchste Mauer muss kein Bauwerk für alle Ewigkeiten sein …

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3 Kommentare

  1. Kristin

    Liebe Tania,

    danke für diese Anregung.
    Meine Erfahrung ist: manchmal ist in solchen Mauern ganz unerwartet ein Fensterchen oder sogar eine offene Türe, durch die ich nur gehen bräuchte :-) . Manchmal aber bin ich so in in meinen alten Erfahrungen und Vorstellungen gefangen, dass ich diese Öffnungen nicht sehe und völlig gedankenlos daran vorbeilaufe …

    Liebe Grüße
    Kristin

  2. Iris

    Manchmal fällt es allerdings auch sehr schwer diese Mauern wieder einzureissen, hat man sie doch mühselig erbaut ;)

  3. Bettina

    Liebe Tania,

    manche Mauern muss eine andere Zeit, ein anderer Mensch einreissen, ich gebe es bei einer grade auf. Habe es jahrelang versucht und nicht geschafft, im Gegenteil sie wirkt jetzt sogar fester und höher. Mein Preis ist zu hoch, ich will nicht mehr. Es tut nur weh, sich so hilflos zu fühlen und ich bete, dass ich die Kraft finde diese Mauer zu verlassen. Vielleicht wird Sie dann ja sogar wegen Vernachlässigung irgendwann von selber eine Ruine. Die keiner mehr beachtet.
    Liebe Grüße
    Bettina

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